Kombucha

Ihr Kombucha – Tee, so gelingt er

Sie benötigen:

  • Einen einwandfreien, lebenskräftigen Kombucha-Teepilz
  • einen Kochtopf und Wasser
  • ein Gefäß aus Glas, Porzellan oder Ton
  • pro Liter Wasser etwa 70 g Zucker und 5 g Schwarztee,
  • grünen Tee oder Kräutertee
  • ein luftdurchlässiges Tuch,
  • zum Beispiel ein Geschirrtuch oder ein Papiertaschentuch
  • einen Gummiring, einen Trichter, ein Sieb.

Zubereitung:( Angaben je Liter)

1. Wasser in den Kochtopf gießen und auf dem Herd zum Kochen bringen.

2. Wenn das Wasser kocht, Topf vom Herd nehmen und Tee in das Wasser geben: – Schwarzer oder

grüner Tee: 1-2 Teelöffel (5 g) oder 1 Teebeutel – Kräutertee: 2 Teelöffel. Etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Am besten nehmen Sie folgende Teemischung:

1 Teil grünen Tee (also den unfermentierten Schwarztee) und 1 Teil der auf Seite 26 meines Buches beschriebenen Kräutermischung (Schafgarbe, Löwenzahn, Brennessel, Bärlapp), – also im Verhältnis 1:1 mischen. Normalerweise läßt man den grünen oder schwarzen Tee nur etwa 3 bis 5 Minuten ziehen. Wir lassen den Tee für Kombucha länger ziehen, damit mehr Stickstoffe in die Flüssigkeit übergehen, die der Pilz für seinen Stoffwechsel benötigt.

3. Teeblätter durch ein Sieb abseihen bzw. Teebeutel aus dem Wasser nehmen.

4. Etwa 70 Gramm weißen Zucker in die heiße Teeflüssigkeit schütten und umrühren, so daß der Zucker völlig aufgelöst wird. Bei Honigverwendung diesen erst nach dem Abkühlen zufügen.Als Anhaltspunkt zum Abmessen:

1 Teelöffel Tee = etwa 3 Gramm, 1 Eßlöffel Zucker = etwa 20 Gramm.

5. Tee abkühlen lassen auf etwa Zimmertemperatur (20-25° C) und in ein Glas-, Porzellan- oder Tongefäß schütten. Wenn Sie den Finger in den Tee halten, darf sich der Tee nur noch ganz leicht warm anfühlen.

Den Teepilz keinesfalls in den heißen Tee geben. Sonst bringen Sie ihn gleich am ersten Tag um.

Am besten beginnen Sie Ihre Kombucha-Kwaß-Produktion mit einem 2-Liter-Einmachglas. Das ist fast in jedem Haushalt vorhanden bzw. in jedem Haushaltswarengeschäft erhältlich. Spülen Sie das Glas vor dem Gebrauch mit sehr heißem Wasser aus (ohne Spülmittel). Sauberkeit ist wichtig.

Das 2-Liter-Glas ist eigentlich nur für den Anfang gedacht – zum Einsteigen und Ausprobieren. Allmählich werden Sie größere Mengen des köstlichen Kombucha-Kwaß produzieren wollen. Sie können dann zum Beispiel einen größeren Tontopf (“Sauerkraut-Topf”), ein Bowleglas, ein Rumtopf-Gefäß, ein neues Aquariumgefäß (aus einem Glas, nicht verkittete Einzelscheiben) oder ein oder mehrere 5-Liter-Gläser nehmen.

Das Einfachste und Bequemste ist aber: Kaufen Sie ein Getränkefaß wie es die Weinbauern usw.verwenden. Diese Fässer gibt es bei Raiffeisen-Genossenschaften, in Haushaltswarengeschäften oder per Postversand in den Größen von 12, 20, 30 und 60 Litern. Unten ist ein Zapfhahn, aus dem Sie das fertige Getränk direkt in die Flaschen abfüllen können. Und oben füllen Sie einfach den neuen Tee ein.

Wichtig: Solche Plastikgefäße müssen aus lebensmittelechtem Polyethylen (PE) oder Polypropylen hergestellt sein, nicht aus billigem PVC oder Polystrol.

6. Etwa 10% fertigvergorenes Kombuchagetränk zufügen. Wichtig zum besseren Starten des Gärvorgangs. Gleichzeitig wird der Tee damit vor schädlichen Mikroorganismen geschützt. In dem saueren Milieu können sich keine schädlichen Bakterien entwickeln.

7. Den Kombuchapilz in die Flüssigkeit einlegen. Er sinkt entweder unter oder schwimmt oben. Beides ist richtig. Wenn der Pilz untersinkt, wächst auf der Oberfläche des Tees ein neuer Pilz.

8. Gärgefäßöffnung mit einem Tuch (z.B. einem Geschirrtuch) oder einer Lage eines aufgetrennten Papiertaschentuchs abdecken. Diese Abdeckung mit Gummiband befestigen! (Sehr wichtig, damit keine Fliegen usw. reinkommen.)

9. Das Gärgefäß an einen ruhigen, warmen Platz stellen. Wichtig sind frische Luft und Wärme (nicht unter 20°, möglichst höher. Ideal: etwa 23°). Licht ist nicht erforderlich. Sehr grelles Sonnenlicht schadet.

Pause von 8 bis 12 Tagen.Dann geht es so weiter:

10. Pilz mit sauberen Händen entnehmen, in zugedecktes Glas- oder Porzellangefäß legen.

11. Fertiges Getränk durch ein Sieb in Flaschen abfüllen. Etwa ein Zehntel fertiges Getränk muß zur Ansäuerung im Gefäß zurückbleiben bzw. wenn das Gefäß ausgewaschen wurde (siehe unter 12.) wieder zurückgeschüttet werden. Wenn Sie nicht gleich zu trinken anfangen wollen, stellen Sie die Flaschen mit dem fertigen Getränk an einen kühlen Ort. Sie können das fertige Getränk jedoch auch bei Zimmertemperatur aufbewahren.

12. Pilz mit fließendem kaltem oder lauwarmen Wasser vorsichtig abwaschen und wieder in das Gärgefäß legen. Hefesatz im Gärgefäß lassen, jedoch etwa alle vier Wochen ebenfalls ausgießen und Gefäß mit heißem Wasser ausspülen.

13. Und nun können Sie einen neuen Gärprozeß starten. Beginnen Sie wieder bei Ziffer 1. Gutes Gelingen!

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