Blasenkrebs
Diagnose Krebs – Blasenkrebs !
Plötzlich hab ich Krebs !
Es war das Frühjahr 2008. Genau genommen war es Mitte April als ich mich zur erneuten Krebsvorsorge beim Urologen vorstellen wollte.
Bei der Anmeldung wurde mir eröffnet, dass meine letzte Untersuchung im Juni war und ich einen Termin bekomme wenn das Jahr rum ist, also im Juni.
Bei der letzten Untersuchung wurde festgestellt,dass meine Prostata zu groß sei und dies zu beobachten wäre. Nun gut, damit konnte ich fertig werden. Im laufe der Zeit musste ich nachts öfters als gewohnt aufstehen und Wasserlassen.
Langsam stellten sich irgend welche ziehenden Schmerzen beim Wasserlassen ein. Ich versuchte mit Tricks ( kaltes Wasser über die Hand laufen lassen ) schneller zum Wasserlassen zu kommen.
Als das nichts mehr half, ging ich zum Urologen. Dieser verschreib mir Tabletten um die Größe der Prostata auf gleichen Stadium zu halten.
Nun bin ich ein Mensch, der schon immer seinen Gesundheitszustand im “Auge” hat. Jede Veränderung nahm ich nicht nur war sondern leitete auch immer Gegenmaßnahmen ein. So gesehen legte ich mir auch etliche Bücher über Heilkräuter, Alternative Medizin u.a. zu.
Eine sehr gute Quelle fand ich in den Büchern von Maria Treben “Gesundheit aus der Apotheke Gottes”. Leider muß ich heute feststellen, dass ich zwar diese Bücher besitze, sie auch vor Jahren, als mir noch nichts fehlte gelesen habe, es aber mit den Ratschlägen nicht so ernst genommen habe. Der Gedanke -mir fehlt ja nichts und wenn, dann greif ich einfach zu den Büchern - brachte mir und wie ich heute leider feststellen muß, leider nichts ein.
Deshalb an alle, die meine Zeilen irgendwann einmal lesen werden. Nutzen Sie die jahrhunderte alten Erfahrungen von Heilkundigen, egal welcher Nationalität und versuchen Sie dieses Wissen für sich anzuwenden, beizeiten! Sie können nur gewinnen, Ihre Gesundheit.
So ging es weiter: Ich fing an aus reiner Intuition meinen Urin zu beobachten. Eines Tages fiehl mir auf, dass mit dem Wasserlassen ein kleiner Punkt im Urin war. Mein erster Gedanke , hier war bestimmt etwas aus der Kleidung oder aus dem Haar mit ins Becken gefallen.
Zwei Tage später bemerkte ich dasselbe wieder. Das machte mich doch etwas stutzig und so fing ich an meinen Urin aufzufangen. Nach dem 3.4. oder 5. Tag so genau weiß ich das nicht mehr wurde die “Bescherung” auffällig sichtbar. Der Urin bestand plötzlich aus dunkelrot bis braunem Blut !!
Lesen Sie morgen hier weiter: Wolfgang Melde
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Haben Sie eigene Erfahrungen, dann schreiben Sie mir einen Kommentar, danke.
Krebs – Blasenkrebs und nun ?
Wie kann ich mit der Diagnose Krebs umgehen !
Fortsetzung:
Nachdem ich im Urin Blut feststellte ging ich augenblicklich zum Urologen. Es folgte eine Ultraschalluntersuchung. Hierbei wurde in der Blase ein Stelle mit einer Erhebung sichtbar. Um besser zu analysieren wurde gleich eine Blasenspiegelung vorgenommen. Der Urologe kam zu der Einsicht, dass eine stationäre Behandlung erforderlich ist.
In einem sofort geführten Gespräch mit der Urologischen Klinik in Gera wurde abgeklärt,dass ich innerhalb von wenigen Tagen hier zu einer OP erscheine. An einem Donnerstag fand die ambulante Aufnahme statt, einen Tag später rückte ich an.
Vor der OP wurde mir in einem Gespräch mitgeteilt was an meinem Körper vorgenommen wurde. Wie jeder andere Patient bewegten mich natürlich viele Fragen. Das Arztpersonal führte mit mir ein ruhiges und bedachtes Gespräch so dass ich auch Vertrauen aufbauen konnte.
Wie lang dieser Eingriif dauerte danach hab ich nicht bgefragt, ich war erstmal froh wieder im Krankenzimmer zu liegen. Nun begann eine scheinbar lange Wartezeit bis das Ergebnis des eingeschickten Gewebes mir mitgeteilt wurde.
Nach 6 Tagen kam die Stationsärztin zu mir und überbrachte das Ergebnis der Untersuchung. Ich hatte 6 Tage Zeit mir Gedanken zu machen was ist, wenn du einen bösartigen Tumor hast ? Den Gedanken, so grausam er auch ist, muß aber im vorhinein in Betracht gezogen werden.
Es war nicht so, dass ich in Panik ausgebrochen bin. Nein. Ich hab es mehr oder weniger “gelassen” hingenommen, ich selbst kann mir ja am wenigsten helfen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als auf die praktischen Erfahrungen des Ärzteteams zu setzen.
Die Diagnose:
Bösartiger Tumor in der Blase, vergrößerte Prostata. Schlußfolgernd der behandelden Ärzte: – Entfernen von Blase und Prostata in einer neuen OP.
Heut, am 26.05.2008 hab ich mir den Einweisungsschein fürs Krankenhaus geholt. Am Donnerstag den 29.05.2008 werd ich wieder in der Urologischen Klink in Gera stationär verarztet, die OP selbst erfolgt am Montag den 02.06.2008.
Für den sich anschließenden Krankenhaus-Aufenthalt habe ich so 3-4 Wochen eingeplant. Anschließend folgt eine Genesungskur, oder wie man es auch bezeichnen will, in Bad Elster. Letztes Wochenende hatte ich mit meiner Frau Christina einen Ausflug nach Bad Elster unternommen. Eine schön gelegene Stadt mit viel Wald und sauberer Luft. Ich freu mich schon auf diesen Aufenthalt.
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PS: Sind Sie vielleicht selbst Betroffener oder haben Sie Fragen zum Thema, schreiben Sie einfach einen Kommentar dazu. Ich werd ich Ihre Post beantworten, danke. ( Wolfgang Melde )
Blasenkrebs
Blasenkrebs und nun ?
Fortsetzung:
Am 29.05.2008 rückte ich ins Waldklinikum in Gera ein. Die Haupt – OP erfolgte am 02.06.2008. In einer mehrstündigen OP wurde meine krebsbefallene Blase entfernt und eine neue Blase aus einem Stück von meinem Dünndarm ersetzt.
Drei Tage lag ich in einer “Wachstation” bei sehr heißen Außentemperaturen und ständig in einem Windzug liegend. Ich kam mir vor wie in einem Abstellraum. Zwei Personen getrennt durch eine “Spanische Wand” wobei die zweite Person ein schweres Unfallopfer war und ich jedes unangehme Gespräch mit anhören konnte.
Ich drängelte das Personal um aus diesem “Raum” herauszukommen. Wieder auf Station wurde ich in ein anderes Zimmer verlegt. Kurzzeitig wußte ich nicht wo meine persönlichen Sachen waren. Kaum zwei Tage in diesem Zimmer erfolgte eine erneute Umbettung in ein anderes Zimmer, weil dieses Zimmer für Frauen hergerichtet wurde.
Dann folgte eine sehr harte und unangenehme Zeit für uns zwei Patienten als eine dritte Person hinzugelegt wurde. Dieser Mensch war total auf fremde Hilfe angewiesen, konnte sich nicht artikulieren und röchelte nur, Tag und Nacht. Hier kamen mir Gedanken auf, dass ich nicht so enden wolle ! Ein Glück dachte ich, dass ich eine Patientenverfügung vorher verfasst habe.
Fast zwei Wochen waren vergangen, da wurde mir gesagt das noch eine letzte OP anstünde, zur Entfernung von Stützschienen an den Harnleitern. Es war Freitag der 13. 06.2008. Mit Unwillen legte ich mich auf den kalten OP-Tisch und ließ die Dinge über mich ergehen. Wieder aufgewacht, kam ich in mein Zimmer zurück.
Für mich unerwartet fing ich an zu frieren und dachte dabei gleich an den kalten OP-Tisch, hier hast du dich bestimmt ein wenig erkältet. Falsch gedacht ! Es folgten Hitzwallungen und Kälte abwechselnd. Schüttelfrost kam hinzu, der alle 6 Stunden wiederkam und eine Stunde lang anhielt !
Das Fieber stieg auf über 40° an. Nachts schwitzte ich so stark, dass dreimal die Bettwäsche gewechselt werden mußte. Ich bekam unterschiedliche Antibiotika per Infussion. Alle zwei Tage mußte eine neue Einstichstelle für die Nadel gesucht werden weil nach zwei Tagen die Ader an der Einstichstelle stark anschwoll.
Letztendlich habe ich eine Antipatie gegen jede Nadel. Mit der Zeit viel ich in ein tiefes seelisches Loch und hatte Angst wieder in Depressionen zu verfallen. Ich verlangte sofort eine psychologische Behandlung um Schlimmes abzuwenden. Eine Psychologin führte dann mit mir Gespräche, die mir wirklich halfen über den Berg zu kommen.
Fortsetzung folgt: Der Genesungsprozeß,Aufenthalt in der ReHa-Klinik, wieder zu Hause….. es braucht etwas Zeit diese Artikel zu schreiben…




















